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noch immer – immer noch | Renate Bühn

Samstag, 26. März bis Sonntag, 8. Mai

noch immer – immer noch ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und Täterschutz


Renate Bühn – Künstlerisches Statement:

Die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und dem gesellschaftlichen Täter_innenschutz ist seit Jahrzehnten ein Schwerpunkt Renate Bühns künstlerischer Arbeit. Sie thematisiert dabei die Kultur des Wegschauens und Leugnens, den Mangel an alltäglicher Wahrnehmung und Handeln als weltweiter Bestandteil in allen patriarchalen und gesellschaftlichen Strukturen.

Die Arbeiten machen sichtbar, was viele in ihrem Alltag nicht wahrhaben wollen:
Jede_Jeder kennt Betroffene. Jede_Jeder kennt Täter_innen.

Nicht irgendwo weit weg, sondern im eigenen Umfeld, im eigenen Dorf, in der eigenen Stadt, der eigenen Familie leben betroffene Mädchen*, Jungen* und Frauen*. Die Dunkelziffer ist seit Jahrzehnten unverändert hoch. Das Aufdeckungsrisiko für Täter – und manchmal Täterinnen – ist gering. Wie ist das möglich?
Wer macht dies möglich?

In einer frühen Arbeit von 1999 „Frühstück mit Papi“ verdeutlicht die Künstlerin das Grauen der sexualisierten Gewalt in einer stillen, alltäglichen Situation. Auf zwei hölzernen Frühstücksbrettchen liegen zwei mit Honig bestrichene Brötchenhälften. Der Honig ist mit toten Fliegenleibern übersät. Frühstück, Alltag, Foltersituation. Entgegen den sich zum Titel der Arbeit einstellenden Bildern einer scheinbar heilen Welt konfrontiert Reante Bühn die Betrachter*innen mit dem Grauen des Alltags, den betroffene Kinder und Jugendliche tagtäglich zu bewältigen haben.


Ausstellungsdauer: 26. März bis 08. Mai 2022
geöffnet: Mi | Do | Fr | So 15 – 18 Uhr | Sa 10 – 14 Uhr
Zu der Ausstellung wird es am 28. April einen Kunstgenuss geben.